The Whispered World

[asa pic]B00241PDMS[/asa]The Whispered World entstand nach einer Idee des Grafikdesigners Marco Hüllen. Die Abenteuer des kleinen, unglücklichen Clowns Sadwick wurden in Zusammenarbeit mit Daedalic Entertainment und Koch Media auf den Markt gebracht, und das sehr erfolgreich, wie die zahlreichen Awards es zeigen.

Der Held ist 12 Jahre alt

Sadwick hasst sein Leben im Wanderzirkus und seinen Job als fliegende Kanonenkugel. Auch sein rechthaberischer Bruder Ben und sein zerstreuter Opa Antonius, mit denen er zusammen lebt, öden ihn an. Der einzige Lichtblick ist Sadwicks trostlosem Alltag ist sein Haustier Spot, eine dicke grüne Raupe mit erstaunlichen Fähigkeiten. Auch nachts findet der kleine Clown keine Ruhe, dann erlebt er schreckliche Alpträume vom Untergang der Welt – bis ihm eine seltsame blaue Gestalt erklärt, Sadwick sei der Einzige, der das Unheil noch abwenden könne: Die große Reise durch die geflüsterte Welt beginnt!

Begegnung im Herbstwald

Um Helfer für die Vorstellung anzuwerben, schickt Ben seinen Bruder in den Herbstwald. Diese Aufgabe kommt Sadwick gerade recht und er nutzt die Gelegenheit, um mit seiner treuen Raupe Spot zur Seite aus seinem unerträglichen Alltagstrott auszubrechen. Am Ufer des Waldsees trifft Sadwick auf den hochnäsigen Bobby, ein dem Volk der Chaski angehörender Bote des Königs. Bobby ist in geheimer Mission unterwegs, dem Monarchen einen magischen Flüsterstein zu überbringen. Nur so kann die Belagerung der Hauptstadt Corona durch feindliche Echsen-Kreaturen, den Asgil, beendet werden. Die Erzählungen Bobbys vom Untergang Coronas gleichen Sadwicks Traumbildern, sodass er glaubt, Visionen zu sehen. Die Zeit drängt, daher will Bobby das sagenumwobene Schlangenwesen Shana suchen, die mit ihrem Orakel den kürzesten Weg zur Hauptstadt benennen kann. Sadwick entdeckt in einer Ruine einen verborgenen Mechanismus. Als er diesen mithilfe des Flüstersteins bewegt, erschüttert ein gewaltiges Erdbeben den Herbstwald, der Stein springt dabei fort und rollt auf den Abrund zu – doch im letzten Moment fängt Spot ihn auf und verschluckt ihn. Sadwick kehrt zum See zurück und bemerkt, das Bobby von den Asgil entführt wurde. Also macht er sich allein zum Orakel auf und erfährt, dass ihm das Wesen Kalida den Weg nach Corona zeigen wird. Kalida soll in der Mitte des Waldsees wohnen. Jetzt kann Sadwick auf seinen Beruf zurückgreifen und sich als lebende Kanonenkugel bis zur Insel hinüberkatapultieren.

Welches Geheimnis birgt die Insel?

The Whispered WorldAuf der Insel gibt es ein Dorf. Dort trifft Sadwick auf Ruben. Weil dieser 10.000 Perlen besitzt, hat er sich selbst zum Regenten des Eilands ernannt. Die Perlenpress-Fabrik, wo der Schatz einst hergestellt wurde, hat er geschlossen, denn der Betriebslärm würde die schlafende Kalida aufwecken, was die Zerstörung der ganzen Insel zur Folge hätte. Ruben hat zur Einhaltung der Stille sogar alle Yakis, die kleinen ständig singenden Nachtvögel, in einen abgelegenen Teil der Insel weggesperrt. Der Zugang ist durch eine mechanische Türe gesichert, die nur durch den Dampf aus der Fabrik geöffnet werden kann. Zusätzlich hat der verschrobene Einsiedler Mulachei überall brennende Kerzen aufgestellt, um die äußerst lichtscheuen Yakis fernzuhalten. „Kalida ist immer unter uns“ bemerkt er beiläufig, aber Sadwick versteht die Botschaft darin nicht. Er weiß nur, dass ihn Lärm und List zur geheimnisvollen Kalida führen: Er stiehlt aus Rubens Schatz eine einzige Perle. Als Ruben das bemerkt, lässt er sofort die Perlenpress-Fabrik in Gange bringen, um den Verlust zu ersetzen – und die Ereignisse überschlagen sich. Dampfdruck öffnet die Tür und die Yaki-Vögel ziehen laut zwischernd vorbei an erloschenen Kerzen hinunter zum Strand, angeführt von Sadwick. Der Vogelgesang löst ein Beben aus, Kalida ist aufgewacht und zeigt sich jetzt: ein riesiges vogelähnliches Wesen, das die gesamte Insel seit Ewigkeiten auf dem Rücken getragen hat. Nun geht es endlich auf nach Corona!

Bahn-Ticket in die Hauptstadt

Sadwick und Spot landen in einer unwirklichen Gegend. In der Ferne sieht man die Hauptstadt Corona, wie sie sich von der Belagerung schon arg angeschlagen gerade noch auf einer steilen Felsenspitze halten kann. Aus einer Höhle dringen Stimmen hervor, dem Gespräch entnehmen die beiden Freunde, dass hier das Hauptquartier der feindlichen Asgil ist. Ein Wachposten muss daher leider beseitigt werden, um Aufsehen zu vermeiden. Weil die Wache auf Rufen nicht reagiert, schaut der Anführer der Asgil, Loucaux, nach dem Rechten. Sadwick versucht einen Blick auf die Angriffskarte zu werfen, wird jedoch von Loucaux erwischt und eingesperrt. Spot wird in einem Holzkäfig als zukünftige Suppeneinlage einstweilig unter die Decke gehängt. Suppe ist das Leibgericht des Asgil-Feldherrn, insbesondere Schimmelsuppe. Die letzten drei Köche mussten ihr Leben lassen, weil die Zubereitung nicht gelungen war. Der inzwischen wieder freigelassene Sadwick entdeckt einen vierten Koch, der sich vor Angst versteckt hält, fragt nach dem Rezept und beginnt, Schimmelsuppe zu kochen. Diese schmeckt Loucaux hervorragend und er isst soviel davon, dass er noch am Tisch einnickt. Spot wird zum Feuerball, verbrennt den Holzkäfig und beide Freunde flüchten mit einem Fahrstuhl aus der Schlucht auf ein Plateau. Hier führt eine unendlich lange Grastreppe bis zum Horizont und es gibt auch einen sehr vernachlässigten Bahnhof, von wo Gleise in die Höhe bis nach Corona führen. Sadwick gelingt es, Maurice, den geldgierigen Bahnwärter auszutricksen und sich Zugang zu den Gleisen zu verschaffen. Zusammen mit Spot macht Sadwick die alte Lok flott, um durch die Luft gleitend die letzte Etappe nach Corona zurückzulegen.

Showdown in Corona

The Whispered WorldDie Endstation der Bahnfahrt liegt genau vor dem Eingangstor des königlichen Schlosses. Spot kann sich dank seiner geringen Größe durch einen Spalt zwängen und von innen das verschlossene Tor öffnen, augenscheinlich sind die Bewohner längst vor dem bevorstehenden Angriff der Asgil geflohen, bis auf einen: Bobby, der Chaski-Bote. Wie er vom Ort seines Verschwindens, dem Herbstwaldsee, die Hauptstadt erreichte, liegt allerdings im Dunkeln. Alsdann erkunden die Freunde das Schloss und entdecken eine Sternwarte mit einem Gelehrten. Der Astronom erklärt, der Untergang der geflüsterten Welt ist die Folge eines Schadens im Raum-Zeitgefüge, das wiederum an ein Planetarium gekoppelt ist. Die Mechanik des Planetariums wiederum treibt den Weltenbrunnen an, doch der ist schon fast versiegt. Die Zeit läuft daher unregelmäßig und viel langsamer ab, die Zerstörung schreitet immer weiter fort. Nur Personen königlichen Geblüts sind befähigt, die Reparatur des Systems auszuführen und somit die Welt zu retten. Der König liegt schwer krank im Schlafgemach, eine Heilung bringt nur das Wasser des Lebens aus dem Weltenbrunnen. Also macht sich Sadwick an die Arbeit, sucht Ersatzteile und baut sie ein, ölt die Mechanik und holt mit einer Zange den verschluckten Flüsterstein aus dem Magen seines Haustieres hervor. Die Anordnung der Planeten ist durcheinander, Hinweise für deren richtige Position findet Sadwick Hinweise im Laboratorium. Am Schaltpult, wo das Planetarium eingestellt wird, fehlt Sadwicks Heimatplanet. Der Clown setzt den Flüsterstein für diesen ein und nimmt das Planetarium wieder in Betrieb, der Weltenbrunnen funktioniert wieder. Spot trinkt unbemerkt aus dem Brunnen und wird zu einem Kokon. Das beweist, dass die Zeit wieder voranschreitet und im Brunnen tatsächlich das Wasser des Lebens fließt. Plötzlich bemerkt der Astronom einen blauen Planeten, der genau im Kollisionskurs auf Corona zurast – Sadwick gelingt es im letzten Moment, das Planetarium abzustellen und die Zeit einzufrieren, der Weltuntergang scheint abgewendet. Beim Blick durch das Teleskop entpuppt sich der blaue Planet als die böse Gestalt aus Sadwicks Träumen, die sich durch den Stillstand der Zeit zu Teer und Kohle verdichtet und im Laboratorium angekommen das Wasser des Lebens verschmutzt. In der Zwischenzeit haben die Asgil die Vorherrschaft in Corona gewonnen und werfen Sadwick und Bobby in den Kerker. Der Kokon mit Spot ist bei den Turbulenzen aus dem Fenster in den Abgrund gefallen. Sadwick kann sich heimlich durch ein Loch im Kerkerboden mit seinem Käfig zu dem Felsvorsprung herunterfallen lassen, wo er den Kokon und ein Fläschchen Lebenswasser findet. Zurück im Schloss bringt Sadwick den Asgilanführer Loucaux so zum Lachen, dass dieser sich zurücklehnt: Diesen günstigen Moment nutzt Sadwick, um die Abwasserschläuche des Weltenbrunnens zu durchtrennen, der Loucaux wird unter einer Ladung zähen Teers begraben. Zurück in der Sternwarte stopft Sadwick Spots Kokon in das Teleskop und schießt ihn auf die Tür zu Königsturm, die sich daraufhin wieder öffnet. Auf der Brücke zum Schlossturm versperrt ein hinabstürzender Felsbrocken den Weg, der Kokon gleitet dem Clown dabei aus der Hand und bleibt auf einem Felsvorsprung liegen. Loucaux, zum Teermonster mutiert, ist Sadwick auf den Fersen. Die Steinbrücke zerbricht unter dem Gewicht des Verfolgers, in höchster Not kann Sadwick das Lebenswasser aus dem Flakon in eine Regenrinne gießen, das im letzten Moment Spots Kokon erreicht und die Puppe in einen prächtigen Schmetterling verwandelt. So kann sich Spot in die Lüfte erheben und den abstürzenden Sadwick noch rechtzeitig vor dem tödlichen Aufprall retten. Er setzt ihn vor dem Königsgemach ab.

Das Erwachen

Beim Betreten des Königsgemaches erlebt Sadwick eine Überraschung, denn er findet nicht den König vor, sondern bekannte Gegenstände aus seiner Kindheit. In einen großen Spiegel sieht Sadwick die Realität: Er selbst ist kein Clown, sondern ein blonder Junge, der im Krankenhauszimmer im Koma liegt. Sein Vater liest ihm neben dem Bett sitzend aus einem Buch die Geschichte der geflüsterten Welt vor. In Sadwicks Händen liegt Entscheidung, ob der kleine Junge aufwacht oder für immer im Koma bleibt. Am Ende zerbricht der Clown Sadwick den Spiegel, um dem Menschen Sadwick ins Leben zurückzuholen – die geflüsterte Welt war nur ein Traum, aus der Fantasie des Jungen im Komaschlaf geboren.

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Hervorragende Kritiken

The Whispered World wird einhellig von allen führenden Fachmagazinen als eine wahre Perle unter den Adventure Spielen gelobt. Besonders die prächtigen, handgezeichneten Hintergründe in 2D-Optik setzen sich mit Leichtigkeit von der Masse ab. Eine ansprechende Story, die traditionellen Werte vermittelt, Humor, Rätsel, Dialoge und sprühender Ideenreichtum erhielten allesamt die Referenz „sehr gut“.

Auszeichnungen

  • Deutscher Computerspielpreis 2010 als bestes Jugendspiel
  • Deutscher Entwicklerpreis 2010 für die beste Story
  • Deutscher Entwicklerpreis 2010 als bestes Jugendspiel
  • Auf der Spiele-Homepage gibt es ein kostenloses Demo

System-Anforderungen

  • Plattformen: PC, Nintendo DS
  • Prozessor: 2.0 GHz, 1 GB RAM
  • Festplattenspeicher: 3 GB
  • Betriebssystem: Windows XP/Vista
  • Arbeitsspeicher: 3GB RAM
  • Soundkarte
  • Grafikkarte: DirektX 9.0c kompatibel
  • mind. 256 MB Grafikspeicher
  • DVD-Laufwerk, Maus
  • USK: ab 6 Jahren

Screenshots

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